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IN BEWEGUNG KOMMEN
mit Body-Mind Centering® Developmental Movement Du liegst am Boden und spürst den Kontakt - zum Boden, zu deinem Körper, zum Raum der dich umgibt - noch bist du sehr für dich - aufmerksam im Spüren, Hinhören und Wahrnehmen. Ich begleite dich auf einer Reise in deinen Körper. Du nimmst deinen Atem wahr und lässt ihn so sein wie er ist. Du folgst dem Weg deines Atems. Durch meine Begleitung mit Stimme und Resonanz - manchmal unterlegt mit Musik - eröffnet sich dir der Weg für eine der ersten und grundlegendsten Formen deines Bewegens das Ausdehnen und wieder Zurückschwingen der atmenden Zelle - ZELLATMUNG. In Regionen deines Körpers, die sich weniger frei und ungehindert fühlen, wirkt diese Aufmerksamkeit befreiend und bewegend. Du kannst der Qualität der Zellatmung auch im Bewegen deines ganzen Körpers nachgehen, bewegend wie eine Amöbe deine Haut als Zellmembran durchlässig und doch begrenzend. ABSICHTSLOSIGKEIT - "Nothing to do and nowhere to go", so beschreibt Bonnie Bainbridge Cohen, die Begründerin von Body-Mind Centering® die geistige Haltung dieser grundlegenden Qualität des Bewegens. Die Zellatmung bleibt als Basis, die Entwicklung geht weiter und zeigt sich in überlappenden Mustern. Vom Bewegen als eine Amöbe, in alle Richtungen gleichermaßen bekommt dein Bewegen eine Richtung, wandert in deinem Körper. Du reitest auf der Welle deines inneren Bewegens - PULSATION. Die Leichtigkeit der Qualle als Vorbild - pulsierendes wellenartiges Bewegen lässt dich Erinnern an unsere Herkunft aus dem Meer und an das Meer in dir. Und weiter geht die Entwicklung deines Bewegens - zum SEESTERN dessen Arme aus seiner Mitte ausstrahlen. Du wirst dir deiner Körpermitte und deiner sechs "Arme": Kopf, Steissbein, Arme und Beine gewahr. Du lässt dich und deinen Körper die fließenden Verbindungen von deiner Nabelregion zu deinen Armen und deinem Kopf, deinem Steissbein und deinen Beinen entdecken, bewegend oder in Ruhe. FLIESSENDE VERBUNDENHEIT - "Arme und Beine mit meiner Mitte verbunden - wie köstlich!" | |||
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| Nachdem dein Körper genährt ist durch inneres Bewegen nimmst du den Raum um dich wahr. Deine Wahrnehmung ändert sich von der Innenschau zum Wahrnehmen was und wer um dich ist. Was tun deine Augen in diesem Prozess? Haben sie ihren Anker in deiner Körpermitte? In der Aufrichte angelangt, erforschen wir das Bewegen unserer Gelenke, vielleicht mit einer anatomischen Abbildung, um uns diese wunderbaren Verbindungen unserer Knochen besser vorstellen zu können. Raum in den Gelenken, Luftigkeit um sie herum wie Federwölkchen. Unsere Gelenke haben eine besondere Affinität zu dem Bewegungsmuster des Seesterns ("Navelradiation", wie dieses Bewegungsmuster im Englischen heißt; "Navel" steht für Nabel und "Radiation" für Ausstrahlung). Auf der Ebene der Organe sind es die Nieren die eine besondere Affinität zur "Navelradiation" haben. Darum sind es in einer Stunde in der wir dem Bewegen des Seesterns nachgehen auch die Nieren die wir lokalisieren, berühren - selbst oder mit einer Partnerin / einem Partner -, die wir atmend ihren Platz einnehmen lassen. | |||
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Zellatmung, Pulsation, "Navelradiaton" (Seestern) das sind drei von den 18 grundlegenden Bewegungsmustern ("Basic Neurological Patterns") denen wir im Kurs "Body-Mind Centering® Developmental Movement" nachgehen. Alle haben eine Entsprechung im Tierreich, weil die individuelle biologische Entwicklung der evolutionären Entwicklung entspricht. Wir können auf dieser Reise unserer Bewegungsentwicklung u.a. auch dem Delphin, dem Frosch, dem Salamander und dem Puma begegnen.
Jedes dieser 18 grundlegenden Bewegungsmuster hat spezifische Affinitäten zu Organen und Drüsen, zu bestimmten geistigen Haltungen, psychischen Entwicklungsstufen, Formen unserer Wahrnehmung und unseres Ausdrucks.
Falls wir in unserem Wachstumsprozess Entwicklungsschritte weniger gut ausgeprägt oder gar übersprungen haben, kann dies zu körperlichen Beschwerden wie Gelenksproblemen oder chronischen Verspannungen oder zu Schwierigkeiten in unserem Auftreten und Ausdruck, in unserer Kommunikation mit der Welt und der Erreichung unserer Ziele führen. Das Nachvollziehen der grundlegenden Bewegungsmuster, die neurologisch in uns allen angelegt sind, kann deinem Bewegen mehr Leichtigkeit und Klarheit oder mehr Bezug zum Boden und Kraft geben. Du erweiterst deine Bewegungs-, Handlungs- und Ausdrucksmöglichkeiten. Deine Möglichkeiten zu erweitern, heisst aufzubauen auf dem was in dir schlummert. Dein Erleben zählt. Und dein Tanz findet statt.
von Mag. Margret E. Gaiswinkler
Literatur zu Body-Mind Centering:
Bonnie Bainbridge Cohen: Sensing, Feeling, and Action. The Experiential Anatomy of Body-Mind Centering®. The collected articles from Contact Quaterly Dance Journal 1980 - 1992. Contact Editions, Northampton, MA Bonnie Bainbridge Cohen: Spüren - Fühlen - Handeln.Die Grundlagen des Body-Mind Centering®. Aus: Helmut Milz / Matthias Varga von Kibed: Körpererfahrungen. Anregungen zur Selbstheilung. Zürich, Düsseldorf: Walter, 1998 Bonnie Bainbridge Cohen: Body-Mind Centering® / Robbie: Groundworks. Narratives of Embodiment edited by Don Hanlon Johnson. North Atlantics Books. Berkely, Californa, 1997 (p 14 - 26) Susan Aposhyan: Natural Intelligence. Body-Mind Integration and Human Development. Williams&Wilkins, 1999 Linda Hartley: Wisdom of the Body Moving. An Introduction to Body-Mind Centering®. North Atlantics Books, Berkely, Californa, 1995 Andrea Olsen: Körpergeschichten. Das Abenteuer der Körpererfahrung. VAK, Freiburg im Breisgau, 1994 | |||
| Institut für Gelebte Leiblichkeit® - A-1120 Wien, Bonygasse 77/12 - Tel.:+43-1-817.75.28 - E-Mail: m.e.g.move@utanet.at |
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